Review "Behind the bars - Skinhead EP" vom 23.03.2020

Da bin ich im Netz doch auf eine Band gestoßen, von der ich bis dato noch nichts gehört habe. "Behind the bars"? Der Name erinnerte mich doch gleich an eine Party in den 90igern, als eine doch etwas naive Wirtin uns ihre Schenke, nennen wir sie doch "Lindenhof" , für ein Wochenende überließ. Böser Fehler. An diesem Wochenende wurde Kopfkegeln erfunden. Man benötigt einen Stahlhelm und eine Kegelbahnen, aber das nur am Rande.

"Behind the Bars" ist eine Skinheadcombo aus Singapur mit 4 Mitgliedern (3 Kerle eine Dame). Gegründet haben sie sich 2017 und dann auch gleich diese Demo EP raus gehauen. Natürlich DIY, allerdings gab es dann auch eine Version auf Lion City Oi! Rec. Die EP umfasst 4 Song. Das Cover ist in Oldschooloptik gehalten und gefällt mir persönlich gut.

Zu den Songs:

1.Song: Skinhead:

Hymnencharakter! Fette Chöre, Singalongs und Mitgröhlpassagen. Der Song geht gut ab. Klarer, verständlicher Gesang und ansprechende Melodie. Da haben die malayischen 4 Reispfannen ein starkes Stück abgeliefert. Ein typischer Skinheadsong der weiß zu gefallen.

2.Song: Stay away:

Wütend Gesungen kommt dieser Song deutlich aggressiver daher, als der Vorgänger. Eingehende Melodie mit klarer Corona Aussage:

STAY AWAY

3.Song: Believe:

Hier geht es etwas freundlicher zu Sache. Mittempo gespielt und geil gesungen gefällt mit "Belive" sehr gut.

4.Song: Young and reckless:

Wow! Zweite Hymne auf der EP, welche mein Lieblingssong ist. Da packt einen die Tanzwut sofort und man möchte direkt mitgröhlen.

Die Malayen können nicht nur Reisbier herstellen, sie können auch Musik machen. Das stellen sie mit ihrer Debüt EP eindrucksvoll unter Beweis.

Tobi Wischnewski