Konzertreview "Agnostic Front" vom 30.08.2019 Celebrating 35 years of "victims in pain" Tour

Sven, Jan, Benny und ich machten uns am 30.08.2019 auf den Weg zur dänischen Grenze nach Flensburg. Heute sollten die alten Recken von "Agnostic Front" im Roxy auftreten. Support sollte "Mental Distortion" übernehmen.

Da das Roxy nicht ganz unumstritten ist, da 2006 eine finnische Death Metal Band namens "Impaled Nazarene" und 2010 "Kategorie C" aus Bremen dort auftraten, wurde im Vorfeld von der allseits geliebten Antifa natürlich Stimmung gemacht. Da man sich von dem Affenzirkus nicht abschrecken lässt, freute man sich auf einen feucht fröhlichen Abend. Zu trinken gab es unter anderem "Viking 12%", was eher einem Likör als einem Bier gleich kommt. Ballert aber gut. Also als Tipp, wenn die Kumpels einen zeitlichen Trinkvorsprung haben, und man gleich setzten will.

Trotz der Antifahetze war das Roxy sehr gut besucht. Der Laden wurde doch recht voll und alle möglichen Subkulturen fanden sich dort zu einem Stelldichein zusammen. Man traf alte Freunde (Gruß an Blechi) und alte Bandkollegen (Gruß an Sven W.). Auch konnte man endlich mal ein paar Facebook Freunde im realen Leben kennen lernen (Gruß an René und Tini). Wie so oft gesagt, die Mischung macht. Die Stimmung des Puplikums war super. Soweit ich sagen kann, gab es keinen Ärger oder Streit, der ausuferte.

Die Vorband "Mental Distortion" spielte Death Metal Gedöns, was mich für'n Arsch nicht interessiert. Daher kann zu dieser Band von mir nichts gesagt werden. Ich verbrachte diese Zeit deutlich sinnvoller mit trinken und Konversation

Als die Recken von "Agnostic Front" die Bühne betraten, wurde die Hütte schlagartig voll. Die Leistung, die Stigma, Roger und Co. abliieferten, war phänomenal. Ich habe "Agnostic Front" nun schon ein paar Mal live gesehen, aber dieser Auftritt war mit Abstand der beste. Ein wahnsinniger Pogopit, viel Bier und eine top Performance ließen die 28 Euro Eintritt berechtigt erscheinen. Die Stimmung des Puplikums übertrug sich auch auf "Agnostic Front". Man sah und merkte ihnen den Spaß am Auftritt an, was sich durch viele stigmamäßig Scherze und Zugemaben der Band widerspiegelte. Stigma selbst kam in Höchstform, als er zum einen im Pogopit Gitarre spielte und zum anderen den Gesang bei "Pauli the beerdrinking dog" übernahm.

Nachdem dann der letzte Akkord verklungen war, kam Stigma noch für ein Foto und ein paar Zaubertricks ind Puplikum

Ein rundum gelungener Abend mit alten und neuen Freunden. Wenn "Agnostic Front" wieder zu Gast im hohen Norden ist, kommen wir auch wieder.

Tobi Wischnewski